TOP Ö 7.5: Abriss des Hauptgebäudes des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) der Fachhochschule Köln am jetzigen Standort Deutz
Gemeinsamer Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion, der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 06.12.2012

Beschluss: ungeändert beschlossen

Beschluss:

Die Bezirksvertretung Kalk begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 26.07.2011, das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ) der Fachhochschule Köln am jetzigen Standort in Deutz zu modernisieren und zu erneuern. Mit dieser Entscheidung wurde die Grundlage dafür geschaffen, dass der derzeit in sich geschlossene Campus des IWZ zu den umgebenden Vierteln Deutz, Kalk und Humboldt/Gremberg hin geöffnet werden kann. Nur so kann gelingen, dass das IWZ ein lebendiger und integraler Bestandteil wird und kein Fremdkörper bleibt. Nur so kann das IWZ als wichtigster Wissenschaftsstandort im rechtsrheinischen Köln Impulse für die Entwicklung der genannten Stadtviertel, aber auch darüber hinaus, geben. Voraussetzung hierfür ist der Abriss des maroden Hauptgebäudes des IWZ.

 

Die Bezirksvertretung Kalk begrüßt ebenso die gelungenen Ergebnisse des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs.

 

Die Bezirksvertretung Kalk sieht keine Denkmalwürdigkeit des alten IWZ. Sie appelliert an die zuständigen Stellen des Landes, das IWZ nicht in das Denkmalverzeichnis einzutragen. Das in den Jahren 1974 bis 1978 errichtete Hauptgebäude des IWZ (der sogenannte Kreuzbau) befindet sich in einem maroden Zustand, der den heutigen Anforderungen an einen modernen Wissenschaftsbetrieb längst nicht mehr entspricht. Der ursprünglich für 4.000 Studierende konzipierte Komplex wird bereits heute von weit mehr als der doppelten Zahl von Studierenden genutzt, was nicht hinnehmbare Einschränkungen mit sich bringt. Der frühere Rektor der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Metzner, geht zudem von einem überproportionalen Anstieg der Studierenden in den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen der Fachhochschule Köln aus. Um dieser Herausforderung, aber auch den Veränderungen, die sich in der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung in den letzten 40 Jahren ergeben haben, Rechnung zu tragen, ist ein Abriss des Hauptgebäudes des IWZ unabdingbar.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig zugestimmt.