Beschlussvorschlag:

Die stimmberechtigten Mitglieder der Stadt AG Lesben, Schwule und Transgender (Stadt AG LST) haben die Mitteilung des Organisationsamtes erhalten und zur Kenntnis genommen.

Neben der Stadt AG LST sind von dem Organisationsvorschlag betroffen: das interkulturelle Referat, die regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), ein künftiges kommunales Integrationszentrum (KIZ), der Integrationsrat, das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, die Dienststelle der Behindertenbeauftragten, die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik und das Referat für Lesben, Schwule und Transgender.

Einige dieser Gremien haben in der Zwischenzeit den Strukturvorschlag bereits zurück gewiesen.

Der Organisationsvorschlag der Verwaltung betreffe somit unterschiedliche Strukturen, die von Politik und Verwaltung eingerichtet wurden. Bislang haben die Vertreter/innen dieser Arbeitsgremien allerdings nie gemeinsam zum Thema Diversity diskutiert. Die Mitglieder der Stadt AG LST glauben, dass eine gemeinsame Ansprache für den weiteren Diversity-Prozess förderlich und konstruktiv sein könne. Es habe den Vorteil, dass das Engagement der bereits jetzt Beteiligten gestärkt und gewürdigt werde und Organisationsvorschläge der Stadtverwaltung getragen und mit gestaltet werden.

Aus der Vorlage des Organisationsamtes lasse sich nach Auffassung der stimmberechtigten Mitglieder der Stadt AG LST zudem nicht erkennen, welche Ausrichtung und welchen Stellenwert die Stadt Köln dem Thema Diversity künftig inhaltlich zumessen möchte. Es sei lediglich der Hinweis enthalten, dass „der Leitung 5001 zunächst die Erstellung einer Handlungsgrundlage Diversity und deren Implementierung in die Verwaltung sowie die erforderliche Gremien-, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit übertragen werden sollen. 

Die stimmberechtigten Mitglieder der Stadt AG LST gehen davon aus, dass Politik und Verwaltung das Thema Diversity in einer Art für die Stadt Köln nutzen wollen, dass die Vielfalt ihrer Bürgerinnen und Bürger einen bedeutenden Wert für die Stadtentwicklung darstelle und insofern gefördert werden solle. Vielfalt sei so gesehen der Gegenentwurf zu jeder Art von Diskriminierung. Vor diesem Hintergrund habe die Stadt Köln sicherlich auch die Charta der Vielfalt unterzeichnet. 

Die stimmberechtigen Mitglieder der Stadt AG LST empfehlen daher dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, die inhaltlichen Ziele und Strategien der Stadt Köln für eine Diversity-Politik in einem ersten Schritt den Gremien vorzustellen, die in der Stadt Köln dazu eingerichtet sind. Hierbei interessieren  die stimmberechtigen Mitglieder der Stadt AG LST insbesondere die inhaltlichen Positionen der Stadtspitze zu diesem Thema. Eine solche inhaltliche Besetzung des Themas würde zudem deutlich machen, dass die Stadt an einer aktiven Diversity Politik interessiert sei.

Beschluss:

Die stimmberechtigen Mitglieder der Stadt AG LST bitten den Oberbürgermeister, die oben genannten Personen und Gruppen anlässlich der Vorstellung des Verwaltungsvorschlages zu einer gemeinsamen Veranstaltung einzuladen und in diesem Zusammenhang auch die Haltung der Stadtspitze zum Thema Diversity vorzustellen. 

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig zugestimmt