TOP Ö : Gemeinsamer Änderungsantrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen betreffend „Filmkulturförderkonzept“

Beschluss: geändert beschlossen

Beschluss:

Der Ausschuss für Kunst und Kultur beschließt die als Anlage 2 (Variante 2) beigefügte „Neufassung des Filmkulturförderkonzepts Köln, Version 2“ mit folgenden Änderungen:

Text des Filmkulturförderkonzepts Köln (Stand: 4.August 2014)

3. Situationsanalyse (S.8, 2. Absatz) – bleibt unverändert

4. Förderinstrumente (S. 10, 1. Absatz) – bleibt unverändert

NEU:

4.1 vierjährige Projektförderung/Reihenförderung (S.10, 2. Absatz)

Zusätzlich zur bereits bestehenden jährlichen Projektförderung ist eine vierjährige Projektförderung sinnvoll. Sie festigt die Planungssicherheit des Veranstalters, kann jedoch ggf. unter der bisherigen jährlichen Projektfördersumme liegen. Hierfür können Filmkulturinitiativen alle vier Jahre zu einem Ausschreibungstermin ein Konzept einreichen, das von einem vom Ausschuss Kunst und Kultur auf Vorschlag des Kulturamtes gewählten Beirat aus Fachleuten beurteilt wird. Der Ausschuss entscheidet auf der Grundlage der Empfehlungen des Beirats und des Kulturamtes. Es ist ein Projektantrag des gleichen Trägers pro Ausschreibungsperiode zugelassen.

 

NEU:

4.2. Strukturförderung (S. 11f., 2. Absatz)

Die Strukturförderung wird alle vierJahre ausgeschrieben. Sie wird für klar formulierte Maßnahmen mit einem darzustellenden Nachhaltigkeitseffekt gewährt. Es können Förderungen in Höhe von 25.000 bis maximal 50.000 Euro pro Projektträger vergeben werden (mehrfache Vergabe möglich).

 

Die Strukturförderung festigt die Planungssicherheit über vierJahre und ist mit folgenden strukturellen Auflagen verbunden: mind. einjähriges Bestehen mit künstlerischer Leitung, Gewährleistung von professioneller Geschäftsführung/Festivalproduktion, Buchhaltung und Fördermittelabwicklung, PR- und Marketingarbeit mit Fachpersonal, Einreichung eines jährlichen Sachberichts. Hierfür können Filmkulturinitiativen alle vier Jahre im Rahmen einer Ausschreibung ein Konzept mit dreijährigem Wirtschaftsplan einreichen, das wie die vierjährige Projektförderung von einem vom Ausschuss Kunst und Kultur auf Vorschlag des Kulturamtes gewählten Beirat bewertet wird. Der Beirat bewertet auf der Grundlage des Antrags und der Erfahrungen des vergangenen Veranstaltungsjahres; besonderes Augenmerk soll dabei auf einer Profilstärkung und inhaltlichen Konzentration für die geförderten Projekte liegen und weniger auf der unbedingten Ausweitung der bisherigen Programmarbeit. Geplante Angebote der Filmbildung sollten sich auf aktuelle und professionelle Formen der Vermittlung konzentrieren. Strukturförderungen werden in Form von Betriebskostenzuschüssen für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren gewährt. Ein Betriebskostenzuschuss bedeutet, dass die Gesamtsituation des jeweiligen Antragsstellers bewertet wird und bei der Antragsstellung und dem Verwendungsnachweis das gesamte Geschäftsgebaren des Antragstellers dargestellt werden muss. Die Verwaltung strebt an, die Ausschreibung zur Strukturförderung so zu terminieren, dass Förderungen im März des Vorjahres zugesagt werden können (unter Hinweis auf Haushaltsvorbehalt).

 

Die Anzahl der zu vergebenden Strukturförderungen hängt entscheidend von den jeweiligen verfügbaren Haushaltsmitteln ab und wird von der Verwaltung auf der Grundlage der Bewertung und Empfehlung des Beirats entschieden.

 

NEU:

5. Vergabestrukturen (S.14)

Bei der Vergabe der jahresübergreifenden Projekt- und der Strukturförderung sowie strategischen Ausrichtungen der Förderung wird das Kulturamt beraten durch einen vierköpfigen Beirat, der vom Ausschuss Kunst und Kultur auf Vorschlag des Kulturamtes gewählt und alle fünf Jahre neu besetzt wird. Der Beirat votiert gegenüber dem Ausschuss und dem Kulturamt bei Vorschlägen für mögliche institutionelle Förderungen.

 

6. Zeitplan (S. 15, 1. Absatz) – bleibt unverändert

 

Das am 7.12.2010 beschlossene „Filmkulturförderkonzept Köln“ wird aufgehoben.

 

 


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig zugestimmt.