TOP Ö 6.2: Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion betreffend "Resolution gegen kulturellen Ausverkauf durch die Landesregierung"

Nachtrag: 29.10.2014

Zusatz: -zugesetzt-
Tischvorlage

Beschluss: endgültig abgelehnt

Beschluss:

Der Ausschuss Kunst und Kultur fordert die Landesregierung auf, den beabsichtigten Verkauf der beiden Warhol-Bilder „Triple Elvis“ und „Four Marlon“ nicht durchzuführen. Er hat kein Verständnis dafür, dass unwiederbringliches Kulturgut aus öffentlicher Verantwortung und Zugänglichkeit herausgenommen und damit den Bürgern vorenthalten werden, um es in den Besitz anonymer, privater Hände zu bringen.

Diese Versteigerung wäre der erste kulturelle Ausverkauf in der Nachkriegsgeschichte von Nordrhein-Westfalen.

Dass der Verkauf der Bilder darüber hinaus als Sanierungsinstrument einer wirtschaftlich maroden Spielhalle („SpielWest“) eingesetzt werden soll, macht diesen ganzen Skandal auf drastische Weise geradezu perfekt.

Mit der Versteigerung von Kunstwerken aus öffentlichem Besitz muss sich die Landesregierung sich den Vorwurf der Grenzüberschreitung und des kulturpolitischen Tabubruchs gefallen lassen.

Der Kulturausschuss regt an, die beiden in Frage kommenden Bilder noch jetzt aus dem Auktionsgeschäft herauszunehmen und die Ausfuhrlizenz, die das nordrhein-westfälische Kultusministerium in Düsseldorf ausgestellt hat, zurückzunehmen.

Der Kulturausschuss regt weiter an, die beiden Bilder als zeitlich befristete Leihgaben ausgesuchten Museen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung zu stellen.

Der Kulturausschuss bekräftigt, dass ein Bilderverkauf aus den Beständen der städtischen Museen in Köln niemals in Betracht kommt.

 


Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich –gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, der FDP-Fraktion und der Fraktion Die Linke- abgelehnt.