Beschluss: Kenntnis genommen

In der als Anlage 1 beigefügten Liste sind alle Unfallhäufungsstellen des Jahres 2014 im Gebiet des Bezirkes Porz aufgeführt. Die Aufstellung der tödlichen Verkehrsunfälle im Stadtbezirk ergibt sich aus der Aufstellung der Anlage 2.

Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der 1-Jahres-Betrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen.

Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt:
Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten

Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten

Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten

Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden

Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadensunfälle.

 

Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des Unfallaufkommens geeignet sind.

 

Im Folgenden stellt die Verwaltung einzelne Maßnahmen und Planungen vor:

 

Im Knoten Frankfurter Straße / Anschlussstelle Gremberghoven beruhten diverse Unfälle darauf, dass Linksabbieger von der Frankfurter Straße mit dem bevorrechtigten Gegenverkehr kollidierten. Weiterhin wurden Radfahrer auf dem Radweg der Frankfurter Straße von Pkw-Fahrern erfasst, die von der Autobahn über den Rechtsabbieger auf die Frankfurter Straße abbiegen wollten und die Vorfahrt missachteten. In diesem Knoten ist die separate Signalisierung der Linksabbieger und die Signalisierung der Radfahrer über eine Rot-Dunkel-Schaltung vorgesehen. Bei der zuletzt genannten Signalisierung ist die Ampel dunkel, sie schaltet – vergleichbar mit den Signalen über Schienen – nur dann in Betrieb, wenn die Radfahrer angehalten werden sollen. Die Umsetzung diese Maßnahme konnte bisher aus personellen Gründen nicht erfolgen. Die Unfallkommission drängt auf eine schnelle Lösung.