TOP Ö 8.1.3: Gewalt an Porzer Schulen

Nachtrag: 09.12.2015

Beschluss: Kenntnis genommen

Anfrage der BV

 

 

Die Jugendverwaltung antwortet wie folgt:

 

Das bekannte im Jahr 2000 gegründete Projekt „Mut gegen Gewalt in Porz“ besteht aktuell fort. Aufgrund der gesamtstädtischen Initiierung der bezirklichen „Netzwerke Erziehung in Schule“ (NEIS) wurde 2007 ein weiteres  Netzwerke im Rahmen von NEIS im Bezirk Porz mit den Grundschulen gebildet.

 

Aktuell bestehen:

 

das Netzwerk mit den Grundschulen und

das Netzwerk mit den weiterführenden Schulen und Förderschulen

 

jeweils in Kooperation mit Polizei, Bezirksjugendamt und Anderen (Jugendeinrichtungen, Familienberatungsstellen, Trägern).

 

Die Koordination des Netzwerkes obliegt dem Bezirksjugendamt Porz. Im Rahmen der Netzwerke finden mit allen Beteiligten Institutionen regelmäßige (mindestens zweimal im Jahr) Treffen aller Kooperationspartner zu den Fragen:

 

-aktueller Austausch über bezirkliche Entwicklungen und Besonderheiten,

-        inhaltlich, fachlicher Austausch zur Weiterentwicklung der Teilnehmer und des Netzwerkes,

- Planung und Konkretisierung von Fachtagen, Veranstaltungen, Einladung von Externen etc. statt.

 

 

Zu den formulierten Fragen ihrer Anfrage vom 28.10.2015 nehme ich wie folgt Stellung:

 

Die damalig formulierten Ziele des Projektes

 

- die Stärkung der Kompetenz von Eltern und Schülern im Bereich der gewaltfreien Kon-fliktbearbeitung,

- die Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Schüler in der Schule und im schulischem Umfeld,

- der Aufbau von Strukturen zum konstruktiven Umgang mit Konfliktfällen im Themenfeld Gewalt und Kriminalität,

- die Entwicklung präventiver Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt und Kriminalität,

- die Vernetzung aller relevanten Akteure zum Wohle der Porzer Kinder und Jugendlichen,

- sich „verbindlich verbinden!“

 

sind nach hiesiger Einschätzung durch gemeinsame Aktionen, Projekte, Maßnahmen und Kooperationen der Netzwerkpartner erreicht worden. Die Zusammenarbeit mit den Schulen im Stadtbezirk Porz ist aus jugendamtlicher Sicht  als lebhaft, intensiv und gut zu bezeich-nen; alle Schulen nehmen regelmäßig teil. Im gesamtstädtischen Vergleich scheint gerade die Zusammenarbeit der Porzer Kooperationspartner überdurchschnittlich gut zu sein!

 

Die bezirklichen Netzwerke im Rahmen von NEIS sind in den Bezirken fortzuführen. Die Terminierung der bezirklichen Treffen für das erste Halbjahr 2016 ist aktuell. Aufgrund u.a. der Vakanz in der Leitung des Bezirksjugendamtes Porz gibt es aktuell keine Planung „be-sonderer Aktionen“.

Die Themen der Arbeitskreise werden in der Regel von den teilnehmenden Schulen einge-bracht - Gewaltprävention steht zwar aktuell nicht im Mittelpunkt, wird aber auch bei The-men wie „Vorbeugen gegen Salafismus und Radikalisierung bei Jugendlichen“ indirekt be-handelt.

 

Aufgrund einer nicht möglichen Weiterentwicklung und Pflege wurde der Internetauftritt im April 2015 gekündigt.

 

Gesonderte finanzielle Mittel für die Netzwerkarbeit stehen nicht zur Verfügung. Im Rahmen der sozialräumlichen Arbeit können „Projekte“ finanziert über „Modul II Mittel“ zeitlich befristet initiiert werden, um auf besondere pädagogische Problemlagen adäquat zu reagie-ren. Eine Finanzierung setzt hier voraus, dass einer späteren Notwendigkeit im Einzelfall „Hilfe zur Erziehung“ nach den Voraussetzung nach dem SGB VIII leisten zu müssen, vor-gebeugt wird.

 

Regelmäßige Jahresberichte sind über die Arbeit der bezirklichen Netzwerke „NEIS“ nicht erstellt worden. Über „besondere Aktionen“ wurde ggf. in den örtlichen und überörtlichen Medien berichtet.

Eine regelmäßige Berichterstattung über bezirklich gestaltete Arbeitskreise/Netzwerke ist grundsätzlich nicht vorgesehen.