TOP Ö 9.2.1: 3. Nahverkehrsplan der Stadt Köln (Entwurf)

Geänderter Beschluss:

Die Bezirksvertretung Chorweiler empfiehlt dem Verkehrsausschuss folgenden Beschluss zu fassen:

 

1.)   Der Verkehrsausschuss nimmt den Entwurf des 3. Nahverkehrsplans (NVP) der Stadt Köln zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die gemäß § 9 ÖPNVG NRW notwendigen Abstimmungen mit dem Nahverkehr Rheinland (NVR), den benachbarten Aufgabenträgern und vorhandenen Verkehrsunternehmen vorzunehmen.

 

2.)   Die Verwaltung wird beauftragt, den Nahverkehrsplanentwurf nach erfolgter regionaler Beteiligung den Fachausschüssen und Bezirksvertretungen zur Beratung und dem Rat der Stadt Köln zur abschließenden Entscheidung vorzulegen.

Des Weiteren beschließt die Bezirksvertretung Chorweiler folgende konkrete Anregungen:

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler sieht für den Stadtbezirk Chorweiler Chancen einer positiven Verkehrsentwicklung im Strategiepapier „Köln mobil 2025“ beschrieben und weist auf die Bedeutung folgender Punkte für den Stadtbezirk hin.

 

Insbesondere sind zu nennen (Seite 6 NVP):

 

a)    Verkehrsentwicklung mit regionalem Ansatz.

 

b)    Stärkere Einbindung der Verkehrsplanung in den städtebaulichen Kontext der Stadt Köln.

 

c)    Gewährleistung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur in der wachsenden Stadt Köln - hier die Forderung der Bezirksvertretung Chorweiler, die Verkehrsinfrastruktur mindestens zeit-gleich mit der baulichen Stadtentwicklung zu planen.

 

d)    Gewährleistung der Erreichbarkeit von Zielen für den Autoverkehr, insbesondere Wirtschafts- und Lieferverkehr.

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert aufgrund der Altersstruktur in verschiedenen Stadtteilen und in Anlehnung an die Bestandsanalyse und Prognose des 3. NVP eine kurzfristige Anpassung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an die Anforderungen der Nutzergruppe der Senioren. Sie bittet die Verwaltung um Prüfung von Konzeptionen zur Feinerschließung, bei denen z.B. Quartiersbusse oder flexible Bedienungsformen im Stadtbezirk zum Einsatz kommen können. (Seite 35 NVP).

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler bittet die Verwaltung die Aussage zur Geburtenrate in Bezug auf die Schülerzahl dahingehend zu überprüfen, dass die Zuzüge von Familien mit Kindern bei der Bewertung Berücksichtigung finden und der Rückschluss auf das ÖPNV-Angebot für den Schülerverkehr dementsprechend korrigiert bzw. zukünftig angepasst wird. (Seite 42 NVP) Dies gilt insbesondere für Worringen und Roggendorf /Thenhoven.

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler weist darauf hin, dass die Verkehrsmittelwahl in den Stadtteilen des Stadtbezirks im direkten Zusammenhang mit der ÖPNV Erschließung stehen. Einzelne Stadtteile sind von verschiedenen Verbindungen regelrecht abgeschnitten, andere unterversorgt - dies insbesondere in den Abend- und Nachtstunden -, so dass der PKW in diesem Umfeld als Fortbewegungsmittel unverzichtbar ist. (Seite 50 NVP)

Weiter fordert die Bezirksvertretung Chorweiler die Verwaltung auf, umgehend die für 2016 geplante Befragung als repräsentative Erhebung des Verkehrsverhaltens durchzuführen, um aktuelle Planungsgrundlagen zu erhalten. Diese sind nunmehr 10 Jahre alt und können nicht mehr als aktuell gelten. (Seite 50 NVP).

 

- Aufgrund der Randlage ist es unverzichtbar, die Stadt- / Umlandverflechtungen unter Berücksichtigung der Pendlerströme zu intensiveren.

Die Bezirksvertretung Chorweiler bittet die Verwaltung dringend, mit den Umlandgemeinden Konzepte für ein überregionales ÖPNV-Netz fortzuentwickeln, um die Bevölkerung so in die Lage zu versetzen, den ÖPNV in seiner ganzen Effizienz nutzen zu können. Hierzu gehört auch dringend eine verbandsübergreifende einheitliche Tarifgestaltung; insbesondere an den Schnittstellen. (Seite 52 NVP) Darüber hinaus ist insbesondere eine ÖPNV-Verbindung über die Merkenicher Autobahnbrücke nach Leverkusen mit welcher Transporttechnik auch immer erforderlich.

 

- Die interlokalen Buslinien müssen dringend aufrechterhalten und unter Umständen ausgebaut werden. Hier sind besonders die Linien 125 (KVB), 980 (REVG), Linie 885(Stadtbus Dormagen) bedeutsam (Seite 76 ff NVP).

 

- Ebenso ist der Anruf-Sammel-Taxi Dienst zwischen Blumenberg, Chorweiler-Nord und der Stadtbahn- und S-Bahnhaltestelle „Chorweiler“ (AST-Linie 181) aufrecht zu erhalten und im Stadtbezirk Chorweiler bedarfsgerecht auszubauen.

 

- Als Modifizierung des ÖPNV-Angebotes wird im NVP eine Verbesserung der Integration der Rheinfähren in das ÖPNV-System angedacht. Dies begrüßt die Bezirksvertretung Chorweiler. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Erweiterung nur dann sinnvoll ist, wenn alle Teile der Bevölkerung in die Lage versetzt werden, durch ein dementsprechend angepasstes Busliniennetz diese Möglichkeit der Fährverbindung zu nutzen.

Die Bezirksvertretung  Chorweiler wiederholt deshalb ihre Forderung, die Linie 120 um eine Verbindungsstrecke von Fühlingen nach Rheinkassel/Langel zu erweitern.

 

Ebenso soll die Linie 120 um die Linienführung zwischen Esch und Roggendorf/ Thenhoven vor dem Hintergrund des Wohnungsbaus in Roggendorf/Thenhoven erweitert werden.

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert die Verwaltung weiter auf, die Planungen für die Weiterführung der Stadtbahnlinie 12 von Merkenich ins Gewerbegebiet Feldkassel auf der dafür seit der Eingemeindung Worringens im Jahre 1921 vorgehaltenen Trasse nach nahezu 100 Jahren zu beginnen.

Ebenso soll die Fortführung der Stadtbahnlinie 5 über Pesch nach Esch in die mittelfristige Planung aufgenommen werden. (Seite 126 NVP).

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert die Verwaltung auf, in den nicht an die S-Bahn angeschlossenen Orten und Gewerbegebieten des Stadtbezirks Chorweiler die Taktung auf maximal 20 Minuten in der Hauptverkehrszeit zu ändern und die Betriebszeiten in der Nebenverkehrszeit zu erweitern. Für die Buslinien in Lindweiler und Esch ist zudem eine Taktentzerrung untereinander hilfreich.

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert die Verwaltung auf, den Betrieb der S-Bahnlinie 11 auch an Wochenenden (Freitag + Samstag) und vor Feiertagen nachts (1.oo–4.oo Uhr) zu beantragen. Diese Regelung existiert bereits auf den rechtsrheinischen S-Bahn-Linien.

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert die Verwaltung auf, in der Ortsmitte Fühlingen eine Bushaltestelle einzurichten. Die Haltestelle „Haus Fühlingen“ kann dafür verlegt werden.

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert die Verwaltung auf, zur Förderung des Umstiegs auf den ÖPNV weitere P+R-Plätze (einschließlich Fahrradabstellplätzen) im Stadtbezirk Chorweiler einzurichten. (Seite 253 Punkt. 8.5.1 und Seite 264 Punkt 8.5.4 NVP).

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler bittet um Einrichtung von Free Floating-Möglichkeiten des Car Sharing im Stadtbezirk Choweiler, insbesondere am Schnittpunkt des ÖPNV und des SPNV in Chorweiler. (Seite 261 ff. Punkt. 8.5.3 NVP).

 

- Die Bezirksvertretung Chorweiler fordert eine Buslinie von Esch / Auweiler in Richtung Pulheim.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen