TOP Ö 3: Flüchtlinge und LSBT

Frau Dr. Blatz teilt mit, dass sie sich am 19.09.2016 zusammen mit mit Herrn Ludwig und Frau Feldmann vom Amt für Wohnungswesen getroffen habe. Herr Ludwig habe sein Angebot, bis zu 14 Wohneinheiten für LSBTI-Flüchtlinge einzurichten auf 30 Wohneinheiten ausgedehnt. Das Gespräch sei sehr gut verlaufen. Es gebe einen hohen Bedarf, da viele Flüchtlinge, insbesondere Trans*-Personen, mehrfach diskriminiert und traumatisiert seien. Zudem komme es immer wieder vor, dass dieser Personenkreis auch in den Unterkünften Diskriminierung und Ausgrenzung durch andere Bewohnerinnen und Bewohner erfahre. Den Mitgliedern der StadtAG LST sei wichtig gewesen, nicht nur über den Wohnbedarf, sondern auch über die Betreuungsmöglichkeiten der Geflüchteten in dezentralen Unterkünften zu sprechen. Üblicherweise sei hier ein Schlüssel von 1:80 vorgesehen; wegen der besonderen Situation der genannten Zielgruppe sei aufgrund der Schwere der Traumata jedoch ein Betreuungsschlüssel von 1:20 angemessen. An dem Gespräch seien neben dem Rubicon e.V. auch die Rainbow-Refugees, die Aidshilfe Köln und der SKM beteiligt gewesen. Ein weiterer Termin sei für den 19.10.2016 vereinbart worden.

Herr Papenbrock stellt sich als Fachbereichsleiter Sucht- und Aidshilfe beim SKM Köln und Frau Dünnwald, Leiterin des „Haus Lucas“, vor. Der SKM habe die Möglichkeit, fünf Wohnplätze zur Verfügung zu stellen. Es könnten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wohnungswesen fünf, bzw. 30 Wohnplätze geschaffen werden. Vertragliche Vereinbarungen seien bereits getroffen worden. Sobald die Wohnungen eingerichtet seien, könnten fünf LGBTI-Flüchtlinge aufgenommen werden. Dabei sei wichtig, sehr eng mit der Community zu kooperieren. Es habe intensive Gespräche mit Frau Bokranz zur Betreuung und zu Inhalten der Betreuung gegeben. Einerseits gehe es um die Betreuung im Flüchtlingsheim, andererseits aber auch um die spezifische Betreuung der Zielgruppe.

Frau Wolf teilt mit, die Rainbow-Refugees Cologne haben bereits vor fast zwei Jahren einen Antrag gestellt, sicheren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sei erforderlich, auch eine Stelle im LSBTI-Bereich bei der Stadt Köln einzurichten, mit der enger zusammengearbeitet werden könne. Die LGBTI-Personen seien in Gemeinschaftsunterkünften nicht sicher. Die genannten Fortschritte werden begrüßt, könnten allerdings nur ein Anfang sein. Frau Wolf weist außerdem darauf hin, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Heimen und die Beschäftigten der Stadt Köln geschult werden müssen. Es müsse zudem einen Notfallplan geben, wie mit Menschen mit besonderem Schutzbedarf nach einer Gewalt- oder Bedrohungssituation umzugehen sei.

Herr Dr. Rau blickt auf die Fachtagung „Geflüchtete mit besonderem Schutzbedarf“ zurück. Dieser sei sehr gut besucht gewesen. Das Interesse aller Teilnehmenden zeige die Bereitschaft, sich tiefer mit dem Themenfeld zu beschäftigen. Darüber hinaus seien sehr gute und nützliche Ergebnisse erarbeitet worden.

Herr Dr. Rau bittet um Abstimmung, Frau Dr. Blatz und Herrn Schuhmacher zu beauftragen, weiter eng mit dem Amt für Wohnungswesen zusammen zu arbeiten.

Der Beschluss wird einstimmig gefasst.