TOP Ö 9.2.3: Sachstandsbericht zur Rheinufertreppe
Beschluss der Bezirksvertretung Porz vom 15.09.2016 (TOP 6.14)

Beschluss: Kenntnis genommen

Die Sanierung der Uferanlage fand im Zeitraum von März 2014 bis April 2015 statt. Die Freigabe der Treppenanlage für die Öffentlichkeit erfolgte somit kurz vor den Ostertagen 2015. Bei der Eröffnung der Treppenanlage bestand das Vorhaben, die bekannten Mängel und Restarbeiten im laufenden Betrieb zu beseitigen bzw. zu erledigen. Temporäre Sperrungen hätten nach damaligem Wissensstand ausgereicht.

 

Es folgte ein letztlich erfolgloser Versuch mit dem ohnehin bereits angemahnten und sich in Verzug befindenden Betonbauunternehmen die Arbeiten zu erledigen. Die endgültige Kündigung wurde seitens der GW dann im Oktober 2015 ausgesprochen.

 

Parallel sollte ein Team aus Porzer Handwerkern im Ehrenamt, unter der Leitung des ehemaligen Bezirksbürgermeisters, Herr Stadoll, im Frühjahr/Sommer 2015 die Errichtung des Daches auf dem Pavillon bewerkstelligen. Dieses Vorhaben zog sich jedoch bis zum Spätherbst 2015 hin und ist hinsichtlich einiger Restarbeiten bis heute noch nicht abgeschlossen. Im Zuge der Dacharbeiten hätte die restliche Mängelbeseitigung an der Haupttreppenanlage jedoch auch nur eingeschränkt erfolgen können, da die Porzer Ehrenamtler mit einem Gerüst dauerhaft für Behinderungen sorgten.

 

Im Winter 2015/16 erfolgte nunmehr die Planung für die Mängelbeseitigung, welche im Wesentlichen die Sanierung von Fugen, das Abschleifen von Stufen aufgrund fehlerhafter Verlegung und die Herstellung und Montage fehlender Betonfertigteilelemente umfasste. Hierzu wurde eine Ausschreibung für einen Restaurator erstellt und ein weiterer Auftrag an das Betonwerk vergeben, welches bereits die restlichen Elemente hergestellt hatte. Dieses Betonwerk war als Subunternehmer des gekündigten Unternehmens tätig und vorher nicht schuldhaft involviert.

 

Da aus technischen Gründen die Mängelbeseitigung nicht im Winter erfolgen konnte, wurde planmäßig mit Beginn der warmen Jahreszeit im April 2016 mit den Arbeiten begonnen. Die Treppenanlage musste für die Arbeiten aus Sicherheitsgründen komplett mit einem Bauzaun gesperrt werden. Die ausgeschriebenen und beauftragten Arbeiten konnten zunächst auch recht zügig abgearbeitet werden. Dies betrifft insbesondere die Betonfertigteile sowie die Fugen- und Stufenbearbeitung. Im Rahmen der Ausführungen sind jedoch weitere verdeckte Mängel aufgetaucht, welche sich mittlerweile als schwerwiegend herausgestellt haben.

 

Die verdeckten Mängel betreffen die vom gekündigten Unternehmer ausgeführten Abdichtungsarbeiten auf der Pavillondecke, dem Löwenbeet sowie des Zwischenpodests. Auffällig wurden diese Mängel aufgrund von untypischen Wasseraustritten an verschiedenen Stellen der Anlage. Diese Schäden sind kurz vor bzw. innerhalb den Sommerferien 2016 aufgefallen und haben zu der Verzögerung geführt. Die vollständige Offenlegung der Mängel am Abdichtungssystem konnte auch nur Schritt für Schritt erfolgen, da immer weitere Stellen zutage traten, für deren Zugänglichkeit auch weitere Firmen beauftragt werden mussten wie z.B. für den Erdbau und den Landschaftsbau.

 

Nach technischer Klärung wurde der vor Ort tätige Restaurator mit der Beseitigung der Mängel mit einem Nachtrag beauftragt. Die Abarbeitung erfolgte sukzessive und wurde am 29.09.2016 abgeschlossen.

 

Es ist im Gesamtzusammenhang zu beachten, dass im Rahmen der nunmehr stattfindenden Mängelbehebung auch Schäden durch Vandalismus beseitigt wurden. Dies betrifft die zerstörte Entwässerung des Pavillons, bereits sanierte Fugen und mutwillig beschädigte Stufenelemente. Ein Graffiti wird am Dienstag beseitigt und der durch die Bauarbeiten beschädigte Graffitischutz wird wieder aufgetragen, solange bleibt der Bauzaun noch stehen. Am Mittwoch, dem 05.10.2016 wird die Treppe dann wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Vandalismusschäden am Pavillon werden voraussichtlich in der übernächsten Woche behoben, hierfür wird für ein bis zwei Tage nochmals ein Bauzaun aufgestellt werden müssen.

 

Im Folgenden einige Fotos der Schäden