TOP Ö 3.1.1: Wirkliche Nutzung der Onlineangebote der Stadt Köln im Rahmen des „Konzepts zu einer ganzheitlichen technischen Schul-IT an Kölner Schulen" - zu Anfrage AN/1960/2016

Beschluss: Kenntnis genommen

Herr Thelen, Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, interessiert sich dafür, wie das für den IT-Bereich bereitgestellte Geld an den Schulen tatsächlich verwendet wurde.

Frau Dr. Klein erinnert daran, dass der Schulträger Stadt Köln nicht für die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer zuständig ist. Hardware und Software im IT-Bereich wird nur zur Verfügung gestellt, wenn die Schule ein pädagogisches Konzept zum Einsatz der Mittel im Unterricht nachweist, dessen Qualität vor Bereitstellung der Mittel geprüft wird. Die Wirtschaft hat an die Berufskollegs den Anspruch, dass dort so geschult wird, dass ein nahtloser Übergang ins Berufsleben möglich ist. Ein hohes Interesse besteht aber auch an den Grundschulen. Die Kultusministerkonferenz hat ein Grundsatzpapier zur Ergänzung der Fort- und Ausbildung in diesem Bereich vorgelegt.

Herr Dr. Zimmermann, sachkundiger Einwohner (CDU), bedauert, dass zu wenige Konzepte zum Abruf neuer Landesmittel existieren. Es sei für die Schulen leicht, einen EDV-Beauftragten ein Konzept erstellen zu lassen, doch müsse die Vergabe auch von dem Besuch von Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer abhängig gemacht werden. Seiner Meinung nach sind Laptops zukunftsweisender als teure interaktive Tafeln oder Computerräume, die an vielen Schulen nicht oder kaum genutzt würden.

Auch Frau Riedel, sachkundige Einwohnerin (CDU), verlangt eine Kontrolle der Einhaltung vorgelegter IT-Konzepte. Sie regt eine Initiative zur Aufnahme der Umsetzung vorgelegter Medienkonzepte in die Qualitätsanalyse an.

Frau Bürgermeisterin Scho-Antwerpes, SPD-Fraktion, appelliert an alle Parteien, die Wichtigkeit von Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrern auf Landesebene deutlich zu machen.

Herr Philippi, SPD-Fraktion, sieht die einbauenden Fachfirmen in der Verpflichtung, entsprechende Einführungen und Fortbildungen (in der Regel an zwei Nachmittagen) anzubieten. Die Einarbeitung an interaktiven Tafeln müsse wie bei anderen Unterrichtsmedien erfolgen und hätte mehr Möglichkeiten als der Unterricht mit Laptops.

Frau Westphal, sachkundige Einwohnerin FDP-Fraktion, beanstandet, dass Lehrerinnen und Lehrer sich die Kenntnisse an iPads selbst aneignen müssen. Dazu habe nicht jeder die Kapazität.

Frau Gorklo-Blameuser erwähnt, dass es eine Zusammenarbeit des Schulträgers mit den Medienberatern der Bezirksregierung im Kompetenzteam beim Schulamt für die Stadt Köln gibt. Diese beraten auch bei der Erstellung von Medienkonzepten in enger Abstimmung mit dem Schulträger.

Frau Vianden, Schulamt für die Stadt Köln, ergänzt als Leiterin des seit 10 Jahren eingerichteten Kompetenzteams, dass es in Köln das größte Kompetenzteam in Nordrhein-Westfalen mit 7 abgeordneten Medienberaterinnen und Medienberatern gibt, die Termine in den Schulen wahrnehmen und regelmäßig auch Fortbildungen durchführen. Das Land habe die Medienberaterstellen auf insgesamt 54 Stellen für den Regierungsbezirk Köln verdoppelt. Es gebe aber auch Schulen, die das Kompetenzteam bisher nicht kennen. In den anderen Fachbereichen gebe es 120 Moderatorinnen und Moderatoren.

Frau Kessing, sachkundige Bürgerin (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), fragt nach, ob etwas dagegen spreche, dass das Land die gewünschten Zahlen zur Verfügung stellt.

Frau Vianden antwortet, dass dies in der Entscheidung der oberen Schulaufsichtsbehörde liege. Das Schulamt für die Stadt Köln ist die untere Schulaufsicht und der oberen Schulaufsicht unterstellt. Sie könne insofern keine Zusagen machen.

Herr Goss, Stadtschulpflegschaft, fragt, ob es neue Erkenntnisse der Landesregierung zum Beginn von logineo gebe.

Frau Vianden hofft, dass logineo im zweiten Halbjahr 2016/2017 startet. Es gebe Pilotschulen im Regierungsbezirk Köln, die bereits damit arbeiten. Die Startseite könne schon aufgerufen werden. Die Medienberatung ist in der Lage, Schulen an diesem Programm zu schulen.

Die Antwort der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.