Der Ausschussvorsitzende weist im Vorfeld der Präsentation auf die jetzt seit ca. 2,5 Jahren andauernde enge, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit der Projektleitung mit Sportverwaltung und Stadtsportbund hin. Er stellt ausdrücklich fest, dass der Sportausschuss dies mit Nachdruck unterstützt und in Form begleitender und notwendiger Beschlusslagen beteiligt ist. Er freut sich, dass Herr Prof. Dr. Thieme heute den aktuellen Stand in Sachen Sportentwicklungsplanung erläutert.

 

In einer ca. 15-minütigen Power-Point-Präsentation berichtet Herr Prof. Dr. Lutz Thieme über den Ergebnisbericht zur Zwischenevaluation der Sportentwicklungsplanung (SEP). Entscheidende Neuerung dabei war, den Sport intersektoral als Bestandteil von Stadtentwicklung mit Beteiligung der Stadtgesellschaft zu begreifen und zu verankern. Dies muss auch von der politischen Seite unterstützt und offensiv begleitet werden.

 

Prof. Dr. Thieme geht dann insbesondere auf die seinerzeitige Beschlusslage ein und erläutert den Ausgangspunkt und die damit verbundenen Herausforderungen für das Sportamt in Sachen SEP. Anschließend erläutert er die Evaluationskriterien mit den Unterpunkten Projekt, Output/Outcome, Aufwand, Herausforderungen, Rückschlüsse. Er geht dann auf die evaluierten Projekte ein, nimmt dann zwei generelle Bewertungen vor und nimmt auf die daraus resultierenden Einzelempfehlungen für die 13 Projekte Bezug.

 

 

RM Seeck dankt Herrn Prof. Dr. Thieme für die Ausführungen.

 

Der Sportausschuss dankt Projektteam, Sportverwaltung und Stadtsportbund interfraktionell für die Initiative und das bisher schon Geleistete in Sachen Sportentwicklungsplanung.

 

In einer sich anschließenden Diskussion mit Wortbeiträgen von RM Seeck, RM Klemm, RM Philippi, Herrn Gudacker, Herrn Maedge, RM Detjen, Herrn Sanden, Herrn Prof. Dr. Thieme und Herrn Timmer wird deutlich, dass neben dem intersektoralen Ansatz von großer Bedeutung ist, inwieweit es gelingt, die in Köln (ähnlich wie in München und Hamburg) bestehende intensive Flächenkonkurrenz und Verdichtung von Stadtraum mit der Nutzung und Realisierung von Bewegungsräumen in engem Austausch und ausschussübergreifend in Einklang zu bringen. Dies insbesondere bezogen auf die Bereiche Bauen (u.a. Stichwort Schulentwicklungsplanung) sowie Klima- und Wasserschutz. Der Sport kann dabei sicherlich ressortübergreifend positive Signale setzen, auch hinsichtlich der sozialen Komponente. Herr Maedge kritisierte die Feststellung am Schluss der Bewertung in der Zwischenevaluation auf Seite 22/32 (Machbarkeitsstudie „inklusiver Sportpark“) als nicht zutreffend. Richtig sei, dass die Machbarkeitsstudie drei und nicht die eine Möglichkeit darstellt. Daher sei auch die anschließende Empfehlung nicht folgerichtig. Herr Prof. Dr. Thieme merkt dazu an, dass von den drei betrachteten Modellen das „Städtische Modell“ vorgeschlagen wird, welches das finanzielle Risiko vollständig der Stadt Köln und die Verfügungsrechte am neu entstehenden inklusiven Sportpark den Initiatoren zuweist. In den Empfehlungen wird daher darauf hingewiesen, dass die Förderung von Machbarkeitsstudien zukünftig u.a. an die Auflagen gebunden werden könnte, dass die Initiatoren offen legen, welche finanziellen Beiträge sie in welchen gesellschaftsrechtlichen Konstellationen bereit sind zu leisten.

 

Herr Prof. Dr. Thieme und Herr Timmer beantworten ergänzende Fragestellungen von Herrn Gudacker (Prüfung auch mobiler Varianten in Sachen Sportkiosk), Herrn Maedge (Unterstützung des nichtorganisierten Sports/Stand Systematisierung und Digitalisierung Sportförderrichtlinie), RM Detjen (Fragmentierung der Gesellschaft überwinden über den Sport) und Herrn Sanden (Zusammenarbeit der Partner/Berücksichtigung der Sportentwicklungsplanung bei dem Projekt Kölner Perspektiven 2030+).

 

Herr Timmer spricht auch seinen Dank gegenüber der Sportpolitik aus, die seit Beschlussfassung des Rates mehr als 25 Einzelbeschlüsse zur Umsetzung der Sportentwicklungsplanung gefasst hat (u.a. Sportstättenmanagementsystem, Prioritätenliste Kunstrasenplätze, Öffnung der Schulhöfe, Kölle aktiv, Radsportzentrum). RM Breite weist hierbei noch positiv auf die Zusammenarbeit des Amtes für Schulentwicklung und des Sportamtes in Sachen Schulsporthallen hin.