TOP Ö 7.2: Haus der Kulturen der Welt / Akademie der Künste der Welt, Köln
hier: Konzept

Beschluss:

Die Beschlussvorlage wird ohne Votum aber mit nachfolgender Anregung an die Ausschüsse zur Beratung verwiesen:

 

Haus der Kulturen der Welt / Akademie der Künste der Welt

Anregung des Integrationsrates

Der Integrationsrat begrüßt und unterstützt ausdrücklich den Beschluss des Rates vom 24.06.2008 zum Haus der Kulturen der Welt bzw. Akademie der Künste der Welt, Köln.

Aus Sicht des Integrationsrates ausdrücklich hervorzuheben sind die folgenden in der Diskussion genannten konzeptionellen Gedanken,

·        des Zieles, „einen Kulturbegriff zu etablieren, der nicht mehr national, sondern mehr und mehr kosmopolitisch geprägt ist, ohne deswegen die lokalen Traditionen, Eigenheiten und Entwicklungen zu vernachlässigen“,

·        einer Akademie als Ort des Austausches von Gedanken „jenseits enger Grenzen und Abgrenzungen einer jeglichen Nationalidee oder religiösen oder politischen Dogmatik“,

·        einer Akademie als Veranstalter „öffentlicher Diskurse und Debatten über „kulturelle, interreligiöse und gesellschaftliche Auseinandersetzungen“,

·        einer Akademie als Förderer einer „spezifischen Vermittlungsarbeit im Hinblick auf kulturell unterschiedlich ansprechbare Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Jugendliche oder Zugewanderte“,

·        einer Jugendakademie, da „gerade bei den Jugendlichen in Köln … die Unterschiedlichkeit der Lebensstile und Interessen am deutlichsten ausgeprägt“ ist,

·        einer Jugendakademie als Veranstalter einer „Sommerakademie mit ausländischen Jugendlichen …, deren Ziel der künstlerische und diskursive Austausch mit Vertretern anderer Kulturen ist“,

·        der Bennennung von Kulturbotschaftern, „die ihrerseits über Beziehungen zu bestimmten Zielgruppen wie ihrer eigenen Communitie verfügen“ und im doppelten „Botschaftersinne“ die Interessen der Kölner Bevölkerung wahren,

·        einer Kooperation und Neukonzeption des Rautenstrauch-Joest-Museums, weg von der Exotik und hin zu einer „Wissenschaft von der menschlichen Kultur in seiner ganzen Komplexität … mit dem Anspruch, eine lebendige Stätte des Austausches und der Begegnung mit anderen Kulturen zu sein“ und als Ort „in dem der interkulturelle Dialog seinen selbstverständlichen Platz hat und in dem der Bildungsauftrag der Vermittlung kultureller Vielfalt und Förderung interkulturellen Verstehens wahrgenommen wird“.

Der Integrationsrat merkt an, dass insbesondere auch in einer Vielzahl der in Köln ansässigen Interkulturellen Zentren seit vielen Jahren eine sehr aktive interkulturelle Arbeit (auch jenseits des europäisch-westlichen Kulturkanons) geleistet wird.
Die Verwaltung wird gebeten die vielfältigen Erfahrungen der Interkulturellen Zentren konzeptionell angemessen zu berücksichtigen und die Interkulturellen Zentren bei der geplanten Vernetzung dezentraler Spielstätten entsprechend miteinzubinden.

Der Integrationsrat bittet bei der Bennennung von lokalen Botschaftern (insbesondere aus den Communities) ein Vorschlagsrecht zu erhalten.

Es wird gebeten sowohl das Interkulturelle Referat, als auch den Integrationsrat künftig miteinzubinden.


Abstimmungsergebnis:

Einstimmig beschlossen