Beschluss: ungeändert beschlossen


Beschluss:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, ressortübergreifend ein Konzept zu erarbeiten, das beschreibt, wie in Köln ehrenamtlich tätige Mittlerpersonen („Lotsen“) im Sinne von Prävention und Intervention zur Förderung von Integration ausgebildet und eingesetzt werden können. Dazu sollen Erfahrungen aus bereits bestehenden Modellen in anderen Kommunen (z.B. Berlin und Bonn) ausgewertet werden.

Als Integrationslotsen sollen Bürgerinnen und Bürger ausgebildet werden, die selbst über eine Migrationsgeschichte verfügen und bereits seit vielen Jahren in der Stadt leben. Vorrangige Zielgruppe für die „Lotsenausbildung“ sind Kölnerinnen und Kölner aus dem ehrenamtlichen Bereich sowie aus dem Bereich von „Integrationsjobs“, Neue Arbeit Köln und anderen Eingliederungsprojekten. Dabei ist zu prüfen, inwieweit die Kölner ARGE den Einsatz gut ausgebildeter und integrierter ALG-II-Empfänger/-innen nichtdeutscher Herkunft unterstützen kann, deren interkulturelle Kompetenz für dieses Projekt genutzt und mit einer beruflichen Qualifizierung verbunden werden kann.

Für geeignete Bürgerinnen und Bürger soll eine qualifizierte Schulung erfolgen, die interkulturelle Kompetenz sowie fachliche Informationen etwa aus den Bereichen Kindertagestätten, Schule, Wohnen, Gesundheit, Altenhilfe, Sprachförderung und Zuwanderungsgesetz enthält. Die Ausbildung soll dazu befähigen, über Angebote und Möglichkeiten der Kommune zu informieren und Kontakte zu Institutionen, Organisationen oder zu Beratern herstellen.

Die Umsetzung der Maßnahme als zweisprachige Qualifizierung in den am häufigsten gesprochenen Herkunftssprachen der zugewanderten Bevölkerungsgruppen (speziell türkisch und russisch) ist dabei zu prüfen.

Die Umsetzung soll mit Priorität in den bereits eingerichteten Sozialräumen erfolgen. Darüber hinaus sind aber auch die Stadtteile in Betracht zu ziehen, die nicht sich nicht in einem der definierten Sozialräume befinden, aber einen hohen Migrantenanteil aufweisen.

Die Ergebnisse sind dem Integrationsrat sowie dem Sozial- und Jugendhilfeausschuss noch in 2008 vorzulegen.

 

Die Verwaltung wird ermächtigt, die Mittel in Höhe von 15.000 € in 2008 an einen geeigneten Träger/eine Trägerkooperation für die Entwicklung eines Pilotprojektes auf der Grundlage der Verwaltungsvorgaben zu vergeben. Die Mittel stehen im Teilergebnisplan 0501, Soziale Hilfen, Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen zur Verfügung. Der Finanzausschuss stimmt der Mittelfreigabe zu.

Weiterhin wird die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, inwieweit das Projekt in der Umsetzung - ähnlich wie das Modell der Integrationslotsen in Bonn - vom Land bezuschusst werden kann.

 




Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig zugestimmt.

Beschluss: geändert beschlossen


Beschluss:

 

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird wie folgt ersetzt:


Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, das beschreibt, wie in Köln weitere Mittlerpersonen („ Lotsen“) mit eigenem Migrationshintergrund zur Förderung der Integration ausgebildet und eingesetzt werden können.

 

Hierbei sollen insbesondere der Bereich der beruflichen Integration im Rahmen des SGB II als auch der des Ehrenamtes in Frage kommen.

Erfahrungen aus bereits bestehenden Modellen in Köln und in anderen Kommunen (z.B. Berlin und Bonn) sollen ausgewertet werden.

Für geeignete Bürgerinnen und Bürger soll eine qualifizierte Schulung erfolgen, die interkulturelle Kompetenz, sowie fachliche Informationen etwa aus den Bereichen Kindertagesstätten, Schule, Wohnen, Gesundheit, Altenhilfe, Sprachförderung und Zuwanderungsgesetz enthält. Die Ausbildung soll dazu befähigen, über Angebote und Möglichkeiten der Kommune zu informieren und Kontakte zu Institutionen, Organisationen oder zu Beratern herzustellen.

Die Umsetzung der Maßnahme als zweisprachige Qualifizierung ist dabei zu prüfen.

 

Die Realisierung des Projektes soll mit Priorität in den bereits eingerichteten Sozialräumen erfolgen. Darüber hinaus sind aber auch die Stadtteile in Betracht zu ziehen, die nicht sich nicht in einem der definierten Sozialräume befinden, aber einen hohen Migrantenanteil aufweisen. Die Entscheidung zu einer räumlichen Anbindung ist darzustellen.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, bereits während der Erstellung des Konzeptes Kontakt zum Land bzgl. der Möglichkeit einer Bezuschussung aufzunehmen.

Das Konzept ist dem Integrationsrat in der nächsten Sitzung vorzulegen.

 

Die Vergabe der Umsetzung des Konzeptes an einen geeigneten Träger/eine Trägerkooperation erfolgt im Rahmen oder nach Verabschiedung des Konzeptes durch die betreffenden Ausschüsse.

Vor dem Hintergrund, dass im Integrationsrat alle 4 mit Stimmrecht im Ausschuss für Soziales und Senioren vertretenen Fraktionen auch im Integrationsrat Stimmrecht haben, überträgt der Ausschuss für Soziales und Senioren die Entscheidung über das Konzept auf den Integrationsrat in seiner Sitzung am 09.12.2008.

 

In diesem Zusammenhang erfolgt auch die Freigabe der im Haushaltsplan veranschlagten Mittel.

 




Abstimmungsergebnis:

 

mehrheitlich angenommen

 

Für den Änderungsantrag stimmen die SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Gegen den Antrag stimmt die FDP.