Autofreie Altstadt jetzt!


Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)


Präambel:

 

Der Bereich der historischen Altstadt ist die Visitenkarte unserer Stadt und ein Stadtraum von herausragender und identitätsstiftender Bedeutung für Köln. Der zentrale Bereich im Herzen der Stadt um Dom, Rathaus, Alter Markt und Heumarkt ist außerdem Ausgangs- und Zielort für unzählige Besucher, die jedes Jahr von überall her nach Köln kommen und prägt damit das Erscheinungsbild Kölns als Metropole maßgeblich.
Auch mit Blick auf die laufenden Stadtentwicklungsprozesse wie Masterplan, Miqua und Via Culturalis ist die Frage der künftigen Verkehrsführung in diesem Bereich nicht nur verkehrspolitisch von herausragender Bedeutung.
Hier gilt es, die imageprägende Anmutung unserer Altstadt zukunftsgerichtet und einer modernen Metropole mit hoher Aufenthaltsqualität angemessen zu gestalten. Das erfordert insbesondere auch eine Verkehrsführung, die für diesen zentralen Erlebnisraum nicht länger die Anforderungen des motorisierten Individualverkehrs als Maßstab der Planungen anlegt, sondern vielmehr attraktive Angebote zum Flanieren und Verweilen in den Mittelpunkt stellt.

Beschluss:

 

1.    Der Rat beauftragt die Verwaltung eine Planung zur künftigen Verkehrsführung in der Kölner Altstadt auszuarbeiten, wie der zentrale Bereich um Rathaus, Miqua und WRM, Alter Markt und Heumarkt vom Autoverkehr freigezogen werden kann.

2.    Die Verwaltung wird gebeten, zu prüfen, wie folgende Bereiche als Fußgängerzonen eingerichtet werden können:
Unter Goldschmied als zentrale Achse für den Fußgängerverkehr sowie Am Hof, Bechergasse, Große Budengasse, Kleine Budengasse, Portalsgasse, Rathausplatz, Bürgerstraße, Obenmarspforten, Quatermarkt, Martinstraße bis Bolzengasse, Bolzengasse, Steinweg, Heumarkt bis Gürzenichstraße, Unter Käster, Hühnergasse, Marsplatz und Alter Markt (vgl. Anlage).
Zielsetzung ist es, ein Konzept zu entwickeln, das eine weitestmögliche autofreie Gestaltung der historischen Altstadt vorsieht und dabei die Erreichbarkeit der Parkhäuser über alternative Erschließungen gewährleistet. Berechtigte Erschließungsbelange der Anwohner, Anlieger und von Gewerbetreibenden sollen über entsprechende Regelungen Berücksichtigung finden.

3.    Für eine durchgängige Gestaltung mit weitläufigen Fußgängerzonen sind zudem Drususgasse, Kolumbastraße, Richartzstraße, ein Teilbereich der Ludwigstraße sowie die Minoritenstraßen zwischen Drususgasse und Richartzstraße in die Planungen einzubeziehen und die Möglichkeiten zur Freiziehung vom Autoverkehr zu prüfen.

4.    Eine geregelte Nutzung der künftig autofreien Bereiche auch für den Radverkehr soll grundsätzlich möglich sein. Ziel muss es dabei sein, insbesondere auch in Bereichen mit einem hohen Fußgängeraufkommen Konflikte zu vermeiden. Es muss attraktive Wegebeziehungen für Rad- und Fußgängerverkehr gleichermaßen geben.

5.    Für eine nachhaltige Neuordnung in Bezug auf die bestehenden Parkhäuser wird die Verwaltung beauftragt, ein Portalparkhauskonzept zu entwickeln. Zielsetzung soll es sein, perspektivisch Parkangebote in Parkhäusern lediglich im äußeren Bereich der historischen Altstadt zu unterbreiten.

 

6.    Gleichzeitig wird die Verwaltung beauftragt, die derzeit parallel laufenden Planungen und Entwicklungen in einzelnen Betrachtungsräumen im Bereich Altstadt, ausdrücklich genannt seien Neuplanung Trankgasse, Neugestaltung Tunnel Johannisstraße, Neugestaltung Kurt-Hackenberg-Platz in einer Gesamtbetrachtung zusammenzuführen und daraus eine einheitliche Vision zu entwickeln, wie sich die Aufenthaltsqualität im Herzen der Stadt durch eine zukunftsgerichtete Verkehrs- und Stadtplanung deutlich steigern lässt.

7.    Die in diesem Sinne entwickelte Planung soll der Öffentlichkeit im weiteren Planungsprozess vorgestellt und unter Berücksichtigung der hier gewonnenen Erkenntnisse weiterentwickelt werden.

 

 



Abstimmungsergebnis:

Der Antrag wird mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Linke. und der Ratsgruppe BUNT in den Verkehrsausschuss verwiesen zur Beratung im Zusammenhang mit der Beratung zum Verkehrskonzept Altstadt.

Beschluss: zurückgestellt


Ø  Der Antrag wurde vor Eintritt in die Tagesordnung bis zu einer Entscheidung des Hauptausschusses in dieser Sache vertagt.



 

Beschluss: zurückgestellt


Der Antrag wurde bis zur Sitzung am 19.06.2018 zurückgestellt.

 

Beschluss: endgültig zurückgezogen


Der Antrag wurde von der SPD-Fraktion zurückgezogen.